Freizeit- und Wassersportverein 
Uphuser Meer e.V.

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Erholung pur bietet das Uphuser Meer vor den Toren der Stadt Emden. Heute stehen knapp 160 Wochenendhäuser am Nord- und Ostufer sowie am Neuen Tief, das das Binnenmeer mit dem Fehntjer Tief verbindet. Die Besitzer kommen fast ausschließlich aus Emden und Umgebung. Bilder: Ortgies (2), Bruns, privat

Von Heiko Müller

Das Uphuser Meer ist ein Kleinod vor den Toren der Stadt Emden. Der dort ansässige Freizeit- und Wassersportverein feiert sein 50-jähriges Bestehen. Ein Anlieger erinnert sich an die Zeit der Pioniere am See – und an einen langen Kampf.

Emden - Das grüne Schilf neigt sich im lauen Wind, das Teichhuhn füttert seine Jungen und auf dem Wasser kreuzt eine Segeljolle mit weißen Segeln. Es ist die pure Idylle am Uphuser Meer an diesem frühsommerlichen Tag. Erich und Ina Harms sitzen auf ihrem Bootssteg und lassen die Füße im Wasser baumeln. „Es ist Urlaub vor der Haustür“, sagt der 70-Jährige. Er hat fast sein ganzes Leben an dem Binnensee vor den Toren der Stadt Emden verbracht. Das Uphuser Meer hat ihn und seine Familie geprägt. Erich Harms ist „Meerfahrer“ durch und durch.

Erich und Ina Harms genießen jede Minute, die sie an ihrem geliebten Uphuser Meer verbringen können. Zwischen März und September leben sie nur dort.
Erich und Ina Harms genießen jede Minute, die sie an ihrem geliebten Uphuser Meer verbringen können. Zwischen März und September leben sie nur dort.

„Meerfahrer“ nannte der Volksmund früher die Leute, die im Sommer jede Minute ihrer Freizeit an den ostfriesischen Binnenmeeren verbrachten und deren Ufer quasi urbar machten. Sie lebten in den ersten Jahrzehnten nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Buden, die sie aus einfachsten Materialien selbst zusammengezimmert hatten – ohne Strom und fließendes Wasser. Heute gibt es nur noch wenige von diesen sogenannten Meerbuden. Größtenteils wurden sie durch komfortable Wochenendhäuser ersetzt, in denen es sich ganzjährig leben lässt.

Das einfache Leben war nicht jedermanns Sache

Ein Bild aus der Pionierzeit: Damals half jeder jedem beim Bau der Meerbuden aus einfachsten Materialien.
Ein Bild aus der Pionierzeit: Damals half jeder jedem beim Bau der Meerbuden aus einfachsten Materialien.

Erich Harms hat die Pionierzeit miterlebt. Als 14-Jähriger war er 1956 das erste Mal mit dem Paddelboot von Emden ans Uphuser Meer gefahren. Er und seine Freunde schlugen ihre Zelte auf einer Wiese am Ostufer auf. Und sie kamen immer wieder: „Das war für uns das absolute Highlight“. Urlaubsreisen hätten sich damals nur wenige leisten können, so Harms. Seine Mutter pachtete später von einem Landwirt für 50 Deutsche Mark jährlich ein kleines Fleckchen, auf dem sich der Sohn fest ansiedelte. „Am Anfang verlegten wir alte Bahnschwellen als Boden für das Zelt“, erinnert sich Harms. Später wurde eine „richtige“ Meerbude daraus.

Die Meerbude von Erich und Ina Harms hat sich im Laufe der Jahrzehnte kaum verändert. Nur kleinere Anbauten kamen hinzu.
Die Meerbude von Erich und Ina Harms hat sich im Laufe der Jahrzehnte kaum verändert. Nur kleinere Anbauten kamen hinzu.

Das einfache Leben mit Wasser aus der Regentonne, Licht aus Petroleumlampen und unbefestigten Wegen ließ die Meerfahrer zu einer eingeschworenen Gemeinschaft zusammenwachsen, deren Zusammenhalt schon legendär ist. Dieses Leben war aber nicht jedermanns Sache. „Viele haben damals auf uns herabgeschaut“, sagt Ina Harms, die ihren Mann 1965 kennenlernte und gleich die Leidenschaft für das Uphuser Meer mit ihm teilte.

Das Jubiläum wird am 9. Juni gefeiert

Aus der Ostfriesen Zeitung vom 31.05.2018

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