Freizeit- und Wassersportverein 
Uphuser Meer e.V.

15 Einhand-Jollen in drei Bootsklassen starteten bei der diesjährigen "Aalregatta", die immerhin nun schon zum 25. Male am und auf dem Uphuser Meer stattfand und bei den Einhandseglern als traditioneller Saisonabschluss gilt. Ausrichter war wieder der am Uphuser Meer ansässige Freizeit- und Wassersportverein e. V. (WSU), der für diese Regatta 5 Wettfahrten ausgeschrieben hatte. Die Wettfahrtsleitung des WSU mit Petra Borkowitz und Jan Eesmann konnte so am ersten Regattatag 9 Finns, 3 Laser und 3 OK-Jollen auf den ersten Up-and-Down-Kurs schicken. Leider konnten die Titelverteidiger Gerd-Uwe Hillers (Finn/WVE) und Ralf Hambach (Laser/WVE) nicht teilnehmen, so dass dieses Jahr hier neue "Aalmeister" ausgesegelt werden mussten. Mit trockenem, teils sonnigem Herbstwetter mit südwestlichen Winden um 2 Beaufort fanden die Aktiven für diese Jahreszeit schon tolle äussere Bedingungen vor. Ab Start entwickelten sich in den ersten Wettfahrten in allen drei Klassen jeweils spannende Positionskämpfe und viele taktische Manöver, denn bei diesen Leichtwindverhältnissen kostet jeder noch so kleinste Fehler viel Zeit. In der Finn-Klasse konnte Friedrich Müller (WVE) das erste Rennen für sich entscheiden, knapp dahinter folgten Helmut Lömker (ESV) und Rainer Claassen (WSU). Auch bei den OK's ging es sehr spannend zu, hier konnte sich letztlich Roland Frank (SCWi) vor Karsten Kath (SVN) und seinem Vater Willi Kath (SVN) durchsetzen. Ungeplant spektakulär machte es Bernd Rasenack (ZSK) in der Laser-Klasse, in dem er als Führender kurz vor der Ziellinie kenterte und nur mit der Aufrichtbewegung seines Bootes noch gerade die Ziellinie als Erster überqueren konnte. Nur einige Wimpernschläge später folgten ihm Rudi Freund (WVE) vor seinem Bruder Walter Freund (SCGM). Auch die zweite Wettfahrt gleich im Anschluss verlief in allen drei Bootsklassen äusserst interessant. Besonders spannend ging es bei den Finns zu, hier gab es öfters Führungswechsel. Als erster kam dann aber wieder Müller vor dem frisch gebackenen Emder Stadtmeister Uwe Kinast (WSU) und Classen ins Ziel. Wie knapp es hier zuging, sieht man daran, dass die ersten 5 Boote in nur 5-6 Sekunden die Ziellinie überquerten, hier ging es teilweise um nur wenige Zentimeter. Der Zieleinlauf der Laser blieb in der 2. Wettfahrt unverändert, denn es gewann wieder Rasenack vor R. Freund und W. Freund. Packend ging es auch bei den OK-Jollen zu, dieses Mal konnte sich Karsten Kath knapp vor Frank und W. Kath durchsetzen. Nach diesen ersten beiden Rennen stand eine kurze Mittagspause auf dem Programm, in der sich die Aktiven u. a. mit einer kräftigen Suppe von "Endjers Landhaus" stärken konnten. Dann ging es wieder auf's Wasser zur dritten und letzten Wettfahrt des ersten Tages. Der Wind hatte jetzt etwas aufgefrischt und in Richtung West gedreht, so dass die Wettfahrtsleitung gezwungen war, den Kurs umzulegen. So wurde jetzt ein klassischer olympischer Dreieckskurs ausgetonnt. Und noch einmal wurde den Zuschauern fesselnder Segelsport geboten, zumal es jetzt durch den auffrischenden Wind noch etwas sportlicher zuging. Uwe Kinast kam in der Finn-Klasse am besten mit den veränderten Verhältnissen zurecht und gewann knapp vor Lömker, Paul Zahn (WSU) und F. Müller. Unverändert nach spannendem Rennverlauf wieder der Zieleinlauf bei den Lasern, Rasenack vor R. Freund und W. Freund. Nicht langweilig ging es auch wieder bei den OK's zu, dieses Mal gewann Frank vor Karsten und Willi Kath. Damit war der erste Regattatag auf dem Wasser beendet, aber es ging dann noch an Land weiter. Denn abends fand im Vereinsschuppen des WSU ein zünftiges Räucheraalessen statt, das letztlich auch der Regatta seinen Namen gab. Gerade bei den Einhandseglern wird die Geselligleit gross geschrieben. Als Abschluss des Tages wurde noch ein Höhenfeuerwerk geboten.

Am zweiten Regattatag standen noch 2 Wettfahrten auf dem Programm, wobei die fünfte und letzte Wettfahrt punktemässig doppelt gewertet wird und nicht als "Streicher" genutzt werden darf. Eine typische sportliche Schikane der WSU-Aalregatta. Der Wind wehte wieder mit 2-3 Beaufort, hatte aber wieder auf Südwest zurück gedreht, so dass man wieder einen Up-and-Down-Kurs auslegen konnte, auf dem nur gekreuzt und vor dem Wind gesegelt wird. Bei den Finns gewann das 4. Rennen wieder F. Müller vor Kinast und Jürgen Storz (WVE). In der Laser-Klasse konnte sich wieder Rasenack vor R. und W. Freund durchsetzen. Bei den OK's gewann erneut Frank vor Karsten Kath, der sich in diesem Rennen einen Frühstart erlaubte und diesen mit viel Zeitverlust bereinigen musste. Die Entscheidung musste wie so oft im fünften und letzten Rennen fallen: Bei den Finns lagen F. Müller und U. Kinast punktemässig vorn und ganz nah beieinander, aber auch die bisher in Führung liegenden Rasenack (Laser) und Frank (OK) konnten sich ihres Sieges noch nicht sicher sein, denn die fünfte Wettfahrt mit der doppelten Wertung kann immer noch einiges verändern. Und noch einmal zeigten die Segler packenden Sport mit tollen Positionskämpfen und Manövern bis ins Ziel hinein. Bei den Finns konnte sich Uwe Kinast recht schnell vom Feld absetzen und gewann dieses entscheidende Rennen vor Müller und Lömker. Mit jeweils einem Streicher des schlechtesten Ergebnisses waren jetzt Kinast und Müller punktgleich. Da sich aber Müller in 5 Wettfahrten drei mal vor Kinast platzieren konnte, wurde Müller letztlich Gesamtsieger vor Kinast, Lömker und Claassen. In den anderen beiden Klassen liessen die bisher Führenden nichts mehr anbrennen. Nach hartem Kampf um jeden Zentimeter auf dem Wasser, hiessen letztlich die Gesamtsieger hier Bernd Rasenack  (Laser) und Roland Frank (OK).

Nach der Siegerehrung durch die WSU-Sportwartin Petra Borkowitz, dankte noch der 1. Vorsitzende des WSU, Thomas Waldeck, alle Teilnehmer für den gebotenen Segelsport und überreichte Borkowitz ein Präsent für die erneute erfolgreiche Saison als Wettfahrtsleiterin. Ausserdem wurden den drei Klassensiegern noch ein Vereinswimpel überreicht. Damit ist die sportliche Saison am Uphuser Meer beendet, aber die ersten Wintertermine (Weihnachtsfeier, Bosseln, Nordic-Walking) nähern sich schon mit grossen Schritten. Alle Infos und Fotos sind auf der Vereinswebseite abrufbar.

Gesamtergebnis:

 

Finn-Dinghy

1. Friedrich Müller (WVE, 7 Pkt.)

2. Uwe Kinast (WSU, 7 Pkt.)

3. Helmut Lömker (ESV, 14 Pkt.)

4. Rainer Claassen (WSU, 21 Pkt.)

5. Jürgen Storz (WVE, 23 Pkt.)

6. Paul Zahn (WSU, 25 Pkt.)

7. Revert Wemhörner (WSU, 35 Pkt.)

8. Sven Visser (WSU, 40 Pkt.)

9. Albert Terbeek (WSU, 46 Pkt.)

 

Laser

1. Bernd Rasenack (ZSK, 5 Pkt.)

2. Rudi Freund (WVE, 10 Pkt.)

3. Walter Freund (SCGM, 15 Pkt.)

 

OK-Jolle

1. Roland Frank (SCWi, 5 Pkt.)

2. Karsten Kath (SVN, 9 Pkt.)

3. Willi Kath (SVN, 15 Pkt.)

 

Abkürzungen:

WSU: Wassersportverein Uphuser Meer

WVE: Wassersportverein Emden

ESV: Emder Segelverein       

SVN: Segel-Verein Neptun

SCGM: Segel-Club Grosses Meer

ZSK: Zwischenahner Segel-Klub

SCWi: Segel-Club Wiedenbrück/Dümmer

 

Nächste Termine

Dienstag, 25. 12. 2018, 20:00 Uhr
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Sonntag, 6. 01. 2019, 08:00 Uhr
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Dienstag, 8. 01. 2019, 20:00 Uhr
Seglerhock
Sonntag, 13. 01. 2019, 08:00 Uhr
Nordic Walking

Regattatermine 3-Meere

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