Freizeit- und Wassersportverein 
Uphuser Meer e.V.

Umwelt

2017 06 20 EZ Bild Blaualgen

Von Marten Klose s 0 49 21 / 89 00-431 aus Emder Zeitung vom 20.06.2017

Am Uphuser Meer sind die ersten Blaualgen aufgetaucht. Von der Stadt wird jetzt eine Lösung gefordert.

Emden. Kaum hat das Thermometer die 25-Grad-Marke geknackt ist das alte Problem wieder da: Am Uphuser Meer sind am Wochenende zum ersten Mal in dieser Saison gefährliche Blaualgen gesichtet worden. Der Wind aus Südwest hat die giftigen Cyanobakterien ans Nordufer des Binnensees getrieben. Bleibt es so warm, rechnet der Vorsitzende des Wassersportvereins Uphuser Meer, Thomas Waldeck, mit einem explosionsartigen Wachstum der Algen. Der Chef der Meerfahrer appelliert deshalb an die Verantwortlichen endlich eine Lösung zu finden. Das Thema Blaualgen treibt die Anlieger des Uphuser Meeres und die Behörden seit Langem um. Die zeitweise sehr hohe Konzentration ist nicht nur für Wassersportler, sondern insbesondere für Kinder gefährlich. Starke Hautausschläge, Übelkeit, Durchfall und Entzündungen von Hals, Ohren und Augen können das Ergebnis einer Begegnung mit den Algen sein. Momentan sei der Befall noch nicht so stark, sagte Waldeck, doch das werde sich erfahrungsgemäß im Laufe der Saison rasch ändern. Das könne dann auch Auswirkungen auf die Segelausbildung des Vereins haben. „Wir werden schauen, wie lang wir das noch verantworten können”, so der Vorsitzende. Er möchte sich gar nicht vorstellen, was geschieht, wenn ein Kind zuviel von dem mit Blaualgen verseuchten Wasser schluckt. Mittlerweile ist die Sorge im Verein so groß, dass auf der letzten Versammlung mit Detlef Harms ein eigener Algenobmann gewählt worden ist. Nach wie vor ist immer noch nicht klar, warum ausgerechnet das Uphuser Meer immer wieder von den Algen heimgesucht wird. Die Ursachenforschung der Stadt hatte ergeben, dass vor allem über das Schöpfwerk am Uphuser Meer jährlich rund 1800 Kilogramm Phosphat in den Binnensee gespült werden - ein viel zu hoher Wert, der das Wuchern der Algen begünstigt. Um das Einspülen des Phosphats zu stoppen, hat der Oldersumer Wasserverband das Schöpfwerk seit einem Monat probehalber abgesperrt. Die Entwässerung der umliegenden Ländereien übernimmt derzeit das benachbarte, viel kleinere Schöpfwerk „Küthauer” im Riepster Hammrich. Das funktioniert nur, so Verbandsingenieur Adolf Wilken, weil die derzeit üppige Vegetation, etwa Maisfelder, das überschüssige Wasser schluckt. Sollte es in Ostfriesland in den kommenden Wochen wieder Starkregen geben, werde das Uphuser Schöpfwerk automatisch wieder zugeschaltet. Die Abschaltung des Schöpfwerks bezeichnete Waldeck als „ersten Erfolg”. Nach drei Jahren Erprobungen und Forschungen hofft er nun endlich auf die Ergebnisse der von der Stadt in Auftrag gegebenen Studie. Waldeck: „Es muss sich endlich etwas tun.” Ob der hohe Phosphat-Eintrag tatsächlich von den umliegenden Feldern kommt - dasmuss aber erst einmal durch die Erprobungen bewiesen werden. Verbandsingenieur Wilken sagte, er habe mit Erstaunen die Meldung gelesen, dass nun auch im Jümmesee in Stickhausen Blaualgen entdeckt worden sind. Der dortige See ist abgeschlossen, das heißt, es gibt keinen Wasserzufluss. Wilken:„Ich glaube,es muss noch viel Ursachenforschung betrieben werden.”

 

VON HEIKO MÜLLER aus der Ostfriesen-Zeitung vom 01.02.2017

 

Umwelt Stadt Emden rechnet im Sommer mit neuen Erkenntnissen zur Situation des Uphuser Meers

Der Betrieb des Schöpfwerkes an der Nordseite des Binnengewässers soll in diesem Jahr für längere Zeit versuchsweise eingestellt werden. Damit ist die Ursache aber nicht beseitigt.

 

Emden - Die 2014 begonnene Suche nach möglichen Ursachen der Blaualgen-Plage im Uphuser Meer wird noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Die Stadt Emden geht davon aus, bis zum Sommer nähere Aufschlüsse über die Gründe für die hohe Phosphatbelastung des Sees zu haben sowie Lösungsvorschläge und Kostenschätzungen vorlegen zu können.

Damit haben die Hoffnungen von Wochenendhausbesitzern und Badegästen des Uphusers Meers auf ein baldiges Ende der Blaualgen-Pest erneut einen Dämpfer bekommen. Im vergangenen Jahr hatte sich bereits ein Weg abgezeichnet, die hohe Konzentration der Bakterien während der Sommermonate zumindest eindämmen zu können.

Wie berichtet, hatte der zuständige Entwässerungsverband Oldersum im Sommer 2016 den Betrieb des Schöpfwerks an der Nordseite des Uphuser Meer probeweise vorübergehend eingestellt. Über die Pumpen dieser Anlage gelangen nach Untersuchungen des von der Stadt beauftragten Gutachterbüros die größten Phosphatmengen in den See.

Der Entwässerungsverband wich während dieser Zeit auf das viel kleinere Schöpfwerk Küthauer im Riepster Hammrich aus. Von dort aus wird das Wasser über das Fehntjer Tief sowie die Siele in Petkum und Oldersum in die Ems abgeführt. Ob dieser Eingriff in das Entwässerungssystem eine Dauerlösung für das Blaualgen-Problem sein kann, lasse sich noch nicht abschätzen, sagte der Leiter des städtischen Umwelt-Fachdienstes, Hartmut Fresemann, jetzt im zuständigen Fachausschuss des Emder Rates. Nach seinen Angaben soll der Versuch im nächsten Sommer fortgesetzt und zeitlich ausgedehnt werden. Es gebe auch noch keine Erkenntnisse darüber, ob der Boden der überschlickten Flächen am Uphuser Meer mit Phosphaten belastet ist oder die Einträge aus der Landwirtschaft kommen. „Das ist eine sehr komplexe Sache“, sagte Fresemann. Es soll aber weitere Untersuchungen geben, um die Ursachen der Phosphatbelastung abschätzen zu können.

Zugleich kündigte der Fachdienstleiter weitere Gespräche mit dem Entwässerungsverband an, um nach Dauerlösungen zu suchen. Das sei aber auch eine Kostenfrage, weil die Kapazität des Schöpfwerks Küthauer begrenzt ist, so Fresemann.

Die Fraktion der Wählergruppe „Gemeinsam für Emden“ (GfE) hatte das Thema auf die Tagesordnung gebracht, um das Verfahren zu beschleunigen und auf Lösungen zu drängen. Auf Bitte von Stadtbaurat Andreas Docter zog die Fraktion ihren Antrag aber wieder zurück. Zunächst solle abgewartet werden, was die weiteren Untersuchungen und Gespräche ergeben.

Keine neuen Erkenntnisse am Uphuser Meer

 

Von Ute Lipperheide s 0 49 21 / 89 00-416

 

Emden. Noch immer ist nicht geklärt, woher die Blaualgenbelastung des Uphuser Meeres im Sommer herrührt. „Weitere Untersuchungen werden uns vielleicht eine Antwort geben”, sagte der zuständige Fachdienstleiter bei der Stadt Emden, Hartmut Fresemann, im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung .

Die Wählergemeinschaft Gemeinsam für Emden (GfE) hatte dieses Thema in den Ausschuss gebracht. Die GfE fordert, dass der Entwässerungsverband die Pumpstation Uphuser Meer erneuert, um die Betriebsdauer und -intensität zu verlängern. So einfach sei das nicht, stellte Fresemann fest. Das Schöpfwerk gehöre nicht der Stadt und diese könne den Verband nicht anweisen, Geld auszugeben. Aber man sei in sehr intensiven Gesprächen. Alle arbeiteten an einer Lösung. Allerdings gehe es auch nicht, übermäßig Steuergelder in das Projekt fließen zu lassen. In einem halben Jahr wisse man mehr und könne dann möglicherweise konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Wasserqualität machen. Stadtbaurat Andreas Docter bat darum, dass die GfE sich noch sechs Monate gedulde und den Antrag zurücknehme. Dem folgte die Fraktion.

 

Emder Zeitung vom Samstag, 28. Januar 2017, Seite 6 

2015 08 04 Blaualgen 150

Am 26.01.2017 ab 17:00 Uhr beschäftigt sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt erneut mit dem Thema Blaualgen am Uphuser Meer.

Die Wählergemeinschaft Gemeinsam für Emden beantragt, dass die Verwaltung der Stadt Emden beauftragt wird Lösungsmöglichkeiten für die hohe Phosphatbelastung und die damit verbundene Blaualgenbelastung aufzuzeigen.

Es wäre schön wenn möglichst viele interessierte Mitglieder unseres Vereines diesen Termin  wahrnehmen würden.

Antrag der GfE

Beschlussvorlage

Tagesordnung

2017 01 17 EZ Windpark03

Von Marten Klose s 0 49 21 / 89 00-431

Emden. Die ersten beiden der insgesamt drei geplanten neuen Windräder im Borssumer beziehungsweise Petkumer Hammrich sollen bereits in diesem Sommer Strom liefern. Das kündigten die beiden Geschäftsführer der neu gegründeten Emder Hammrich Wind GmbH (EHW), Herbert Buisker und Gunnar Kielmann, auf Anfrage der Emder Zeitung an. Die EHW zeichnet für Planung, Bau und Betrieb der Anlagen verantwortlich.

Bekanntlich ist der Platz für neue Windkraftanlagen in Emden äußerst rar. Der Grund dafür ist das an der Knock befindliche Wetterradar des Deutschen Wetterdienstes. Die „Wetterfrösche” berufen sich auf eine kilometerweite Bauverbotszone rund um das Radar. Denn der Flügelschlag der Windräder „irritiert” die sensible Anlage und sorgt so für ungenaue Messergebnisse. Um in Sachen Windkraft nicht von anderen Kommunen abgehängt zu werden und um einen Beitrag zur vielbeschworenen Energiewende zu leisten, hat der Rat die Verwaltung aufgefordert, Flächen innerhalb der Stadtgrenzen auszuloten, auf denen doch noch gebaut werden kann (wir berichteten). Die hat die Verwaltung auch ausgemacht - im Borssumer beziehungsweise Petkumer Hammrich.

„Es ist quasi das letzte Fitzelchen, das übrig ist”, sagte Kielmann gegenüber der EZ. Weil sowohl die Stadtwerke Emden (SWE) als auch die Betreiber des Windparks Borssum beide Windkrafträder errichten wollen, wurde die neue Gesellschaft gegründet. Landwirt

Buisker führt bekanntlich bereits die Geschäfte des schon bestehenden Windparks südöstlich des Wykhoffweges. Kielmann ist SWE-Prokurist. „Es bietet sich an, das gemeinsam zu machen. Es ist ein gutes Miteinander”, so Buisker. Miteigentümer der drei Windräder sind auch die Landeigner beziehungsweise die Pächter des Grunds, auf dem gebaut wird. Die Windräder, die in den nächsten Wochen emporwachsen, stammen allesamt aus dem Hause Enercon.

M Eine Anlage entsteht südlich des Fehntjer Tiefs in der Kurve des Wykhoffweges. Die E-115 hat eine Nabenhöhe von rund 92 Metern und soll im Mai fertig werden. Die Nennleistung beträgt 3,0 Megawatt. Derzeit werden Fundamentarbeiten erledigt.

M Eine E-82 (Nennleistung 2,3 Megawatt) wird südlich der A 31 in unmittelbarer Nähe zu den beiden Enercon-Windrädern der Stadtwerke errichtet. Der Neubau verfügt über eine Nabenhöhe von 135 Metern. Laut Produktbeschreibung eignet sich die Anlage „ideal für mittlere und Starkwindstandorte”.

M Ebenfalls in 135 Metern Höhe befindet sich die Nabe einer E-126 EP 4 (Nennleistung 9,3 Megawatt), die sich in Verlängerung des Borssumer Windparks östlich des Osseweges befindet. Sie wird im dritten beziehungsweise vierten Quartal fertiggestellt.

Der Bau neuer Windkraftanlagen wird in Emden, wie in jeder Kommune, nicht von jedem positiv gesehen. Kritiker - zuletzt wurde das beim neuen Windpark in Canhusen ganz deutlich - finden, die Mühlen „verspargeln” das Landschaftsbild und sorgen für Schlagschatten.

 

2017 01 17 EZ Windpar1 1000

 

Emder Zeitung vom Dienstag, 17. Januar 2017, Seite 3 

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